Dienstag, 9. Dezember 2008

Pokern mit Onkel Barlow!

Servus, Leute.
Gelegentlich werde ich gefragt, was ich eigentlich momentan so mache und ob es (bald) Schami- oder DK Blogs geben wird. Zunächst die Antwort zu letzterer Frage: Beides erstmal nicht in Planung.

Zum ersten Teil: Ich arbeite für PokerStrategy.com

Das Prinzip der Seite ist relativ simpel: Man meldet sich dort an und bekommt 50 und später noch einmal 100 Dollar geschenkt und alles beigebracht, was man zum professionellen online Pokerspielen braucht.

Jetzt werden einige sicher sagen: "Wie soll denn das gehen, Poker ist doch ein Glücksspiel - da muss man doch zwangsläufig verlieren, egal wie gut man spielt!" - und genau das dachte ich anfangs auch.

Beim Pokern ist es so, dass für jeden gespielten Pot, also jede gespielte Runde ein kleiner Betrag des Gewinnertopfes an die Bank geht. Man sollte also meinen, dass angesichts der Tatsache, dass alle Spieler statistisch gesehen auf lange Zeit "gleich gute" Karten bekommen, letztlich jeder plusminus null spielt und durch den an die Bank gehenden Betrag (Rake genannt) leicht im Minus landet.

In der Theorie wäre das richtig, würden alle Spieler gleich gut spielen. Das tun sie allerdings nicht. Ich muss also als Spieler um so vieles besser spielen als meine Gegner, dass ich dadurch mehr gewinne, als ich durch den Rake verliere. Und das wiederum ist möglich. Und übrigens in vielen Punkten hochmathematisch.

Was PokerStrategy nun macht, ist Anfängern zunächst mithilfe von Videos, Artikeln, Tabellen, Foren und Livecoachings all das Wissen an die Hand zu geben, das man braucht, um schlechte Onlinespieler zu schlagen.

Ziel ist es natürlich, aus den anfänglichen 50 Dollar irgendwann ein paar hundert, tausend oder zehntausend zu machen. Und zwar anfangend auf den gaaanz kleinen "Microlimits" wo die Mindesteinsätze 2, 4, 5 oder 10 Cent betragen.

Das Fundament bildet eine irrsinnige Menge Mathematik, Berechnungen von Wahrscheinlichkeiten, Erwartungswerten usw.: Kurzum - genau das Richtige für Theorycrafter wie mich.

Meine Arbeit? Ich mache die Lehrvideos - wer sich bei uns anmeldet wird also in den Anfängervideos sehr oft meine Stimme hören. Wenn's euch interessiert, schaut einfach mal rein. Ich hab immerhin aus den anfangs 50 Dollar mittlerweile das rund vierzigfache gemacht, obwohl ich verglichen mit unseren "Pros" wohl eher durchschnittlich spiele.

(Ich weiß, ich bin eine werbende Wildsau!)

Kommentare:

Mike 'Raa' Z. hat gesagt…

Hört sich nach nem interessanten job an und das prinzip der Seite gefällt mir auch extrem gut. Dass das nicht überall so gemacht wird wundert mich ein wenig.

Werde bei Gelegenheit mal reinschauen.

Liebe Grüße,
Raa

Lurch hat gesagt…

Wer 24/7 Wow-Zocker ist, sollte tunlichst die Finger lassen von Poker und anderen Glücksspielen. Die Risikofaktoren für die Abhängigkeit sind im Prinzip dieselben. da hat man nicht mehr nur soziale, sondern auch finanzielle Probleme. Und für Glücksspiel gezielt Werbung machen bei hauptsächlich jugendlicher Leserschaft ist sowieso letzte Kanone. Und bitte erzähl mir nix von "System" ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Pathologisches_Spielen

George hat gesagt…

Lurch: Schön, dass es einen solchen Kommentar schon relativ früh gibt, dass ich direkt darauf antworten kann. Derartige vorschnelle Vorurteile zusammen mit Halbwissen über die Materie sind nämlich weit verbreitet und man kann sie auch keinem wirklich übel nehmen.

Denn so oder so ähnlich wie du, Lurch habe ich anfangs auch gedacht. Zunächst einmal das Thema "Glücksspiel". Wäre Pokern genau das, dann wäre es nicht möglich, nachhaltig Gewinne zu machen. Und mit nachhaltig meine ich Samplesizes von mehreren Millionen gespielten Händen. Wenigstenfalls aber mehreren Hunderttausend.

Genau das geht aus den von mir im Posting genannten Gründen aber. Die einzig logische Folgerung davon kann nur sein: Poker kann kein REINES Glücksspiel sein.

Thema Sucht/Glücksspielsucht. Wo wir uns ja nun schon mal im Klaren darüber sind, dass Poker kein Glücksspiel ist, bliebe es immer noch ein Spiel und damit die Gefahr der "Spielsucht" im allgemeinen.

Nicht zu vernachlässigen, ohne Frage. Aber wäre das hier mein zentrales Thema, hätte ich nie ein World of Warcraft Blog gestartet oder würde irgendwem irgendein Spiel empfehlen.

"finanzielle Probleme":

Wer systematisch Pokern lernt dürfte die nicht bekommen - im Gegenteil. Während mich WoW Beispielsweise während meiner Spielzeit rund 500 Euro (Kaufpreis des Spiels plus monatliche Gebühren) gekostet hat, hab ich mit Pokern plus gemacht. Sogar deutlich.

Das Prinzip ist relativ simpel: Du spielst nur dann höhere Limits, wenn Du niedrige Limits nachhaltig geschlagen hast.

Andernfalls spielst du eben weiter das Microlimit 2c4cent, was dich im Endeffekt an einem schlechten Abend vielleicht 2 Dollar kostet. Immer noch Geld, ohne Frage - aber da gibt es weitaus teurere Hobbies.

Glaube mir: Ich würde diese Arbeit nicht machen und nicht in meinem Blog darüber schreiben, würde ich nicht aufgrund aller mir zu Verfügung stehenden Logik, Mathematik und Intelligenz gänzlich dahinter stehen.

Lurch hat gesagt…

Wen du das so "nüchtern" spielen kannst, dann sei dir der eventuelle Gewinn vergönnt. Aber irgendwann musst du dann trotzdem mit Ass König all in gehen, und das hat nix mit System zu tun, sondern ist reines Glück. Punkt.

Und damit beim Poker einer was gewinnen kann, müssen ein viele andere was verlieren. Der Satz alleine sagt schon alles aus.

Die Gier ist immer stärker als jedes System, an das man sich halten soll. Und genau dieser Kick macht süchtig. Nicht bei allen, aber bei vielen. Und wenn nur "Systemspieler" am (virtuellen) Tisch sitzen, plänkeln Sie solange rum, wo keiner wirklich verliert oder gewinnt, weil ja alle System spielen.

Aber wenn dann ein emotionaler Gelegenheitsspieler an den Tisch kommt, dann wird der nach Strich und Faden ausgenommen und Kasse gemacht. Oder willst du das alles bestreiten? :)

Besuch mal eine Therapiegruppe zum Thema Spielsucht, da sitzen WoW-Zocker, Poker, Casino, und vieles mehr zusammen, im Prinzip haben alles genau das gleiche Problem, sie können mit dem Kick nicht umgehen.

Irgendwann waren die 20 Euro Gewinn nicht genug, und es wurden, 100, 1000, und irgendwann verlierst mal auch genauso viel, und du musst mehr riskieren um es zurückzugewinnen.

Es geht ja nicht nur ums Pokern, du öffnest ja automatisch die Büchse der Pandora, der Weg zum Roulettetisch, BlackJack etc. ist nicht mehr weit, weil der Kick ist dort noch größer.

Jedem das Seine, aber man sollte keine Werbung mit potentiell süchtigmachenden Verhalten machen, schon gar nicht wenn um Kohle gezockt wird.

George hat gesagt…

Mir ist es eigentlich lieber, wenn jemand wie Du einem solchen Thema mit skepsis begegnet, als völlig unvoreingenommen zu sein. ONLINE, POKER, ECHTES GELD, INTERNET. Wenn da nicht die Alarmglocken klingeln, wann dann. ;)

Ich glaub wir müssen in einem Punkt nicht großatig diskutieren: Yep - es gibt Spielsüchtige, ohne Frage.

Aber würde ich - nur weil es Spielsüchtige gibt - nichts zum Thema Pokern schreiben, hätte ich schon gar nichts zum Thema WoW schreiben können.

Ich kann niemanden seiner Eigenverantwortung entheben. Das will ich auch nicht und es war nie mein Ziel.

sonst würde ich in meinem anderen Blog auch nicht schreiben, wie sehr ich ein kaltes Bier liebe - ignorierend, welche schweren Schäden Alkoholismus verursacht.

Ich denke du verstehst, worauf ich hinaus will. Das ein Hobby negative Folgen haben kann, macht es nicht zu einem schlechten Hobby. Auch wenn eine Mischung aus Vorurteilen, Unwissen oder Halbwissen oder schlechten Erfahrungen natürlich gerade mit dem Thema Online-Spielen natürlich oft eng verbunden ist.

Deine Argumentation hinkt zudem: Selbstverständlich habe ich keinen "Edge" gegen gleich gute Spieler.

Aber gegen schlechtere habe ich einen. Und von denen gibt es wie Sand am Meer. Richtig gut zu werden braucht einiges an Arbeit, vielleicht auch an Talent - die meisten unserer guten Spieler beispielsweise kommen aus dem Schach oder eSport.

Auch das ich mal mit Ass König all In gehen muss und auch werde - und dort auch verlieren werde ändert nichts am grundlegenden Prinzip. Und noch viel weniger an der grundlegenden Logik, im Gegenteil: Es untersützt sie sogar massiv - um das genauer zu erklären müsste ich mich jetzt in EV-Berechnungen ergehen, doch so weit will ich gar nicht abschweifen.

Ferner ist es natürlich völliger Unfug, dass wer Poker spielt a) automatisch um höhere Beträge spielen muss um einen "Kick" zu bekommen oder b) deswegen zum Black Jack, Casino oder sonstwas Spieler wird. Übrigens alles Dinge, die ich nicht empfehlen würde, weil man sein Geld besser verschenken kann, als Blackjack oder Roulette zu spielen.

Wir hingegen lehren Spieler pokern ohne eigenen Geldeinsatz (also ohne je nur einen Pfennig von ihrem Konto zum Pokern auszugeben). Das ist das Hauptcredo. Das mag man nun gut finden oder nicht, ich allerdings sehe es als eine "Win-Win" Situation.

Xavalon hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Xavalon hat gesagt…

Was ich gerne wissen möchte ist ?
Womit hast du Angefangen Fix Limit; Tunier oder No Limit ? Vorallen wo spielst du dann Titan Poker ? Oder welchen Anbieter bevorzugst du ?
Ich werd mir das denk ich ma auch anschauen =) aber werde wohl nur ma zwischen durch um kleine Beträge zocken =)

George hat gesagt…

Ich selbst spiele Fixed Limit §1/2 und 2/4 auf Pokerstars. Zuverlässig, viele Spieler, gutes Bonussystem. Und Yep: Am besten Full Ring $0,02/0,04 anfagen.

Am lukrativsten ist zzT wohl No Limit aber das ist für Einsteiger nicht so ganz einfach imho.

Xavalon hat gesagt…

Dann hab ich gleich noch ne Frage :D
Warum Pokerstar guck mir grade die Seite an und da sind ja Partypoker und Mansion Poker als erstes angegeben =) ? Einfach aus den Grund weil Pokerstar aus den Tv bekannt ist? Oder hast davon was gutes gehört ? ^^

George hat gesagt…

Also angefangen habe ich auf PartyPoker. Das war damals der größte und vor allem der erste Partner von PokerStrategy.com

Partypoker hat aber gerade im Microlimit-Bereich (also die ganzen Mini-Anfänger-Limits) wenig Tische, weshalb ich zu Pokerstars gewechselt bin.

Mittlerweile ist Pokerstars der größte am Markt, dann kommen afaik Fulltilt und Partypoker.

Letztlich gibt sich alles nicht so derbe viel - aber was ich bei Stars noch schön fand, ist dass es 6-Spieler Fixed Limit Tische schon ab $0,02/0,04 gibt während Party sie erst ab $0,25/0,5 anbietet.

Blacky46 hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
nagendra hat gesagt…

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fortiZ hat gesagt…

Haha :D Ich habe gewusst, das du das warst.. direkt gegoogled als ich dein "zartes Stimmchen" vernahm.

 

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